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Anwendungsentwicklung Software für Aufgaben, die kein Standardprodukt abdeckt

Zwischen Website und App gibt es eine dritte Kategorie: Anwendungen, die im Browser laufen oder unsichtbar im Hintergrund arbeiten und eine konkrete Aufgabe im Unternehmen übernehmen. Ein Dashboard für die Verwaltung, ein Planungstool für ein Team, ein Bestellformular, das seine Aufträge direkt ins SAP schreibt, ein Backend, das eine App mit Daten versorgt. Solche Anwendungen plane und entwickle ich seit 2009, mit dem Werkzeug, das zur Aufgabe passt: Symfony für eigenständige Systeme, React für Oberflächen mit viel Interaktion, TYPO3 dort, wo eine fertige Pflegeoberfläche mit Rechteverwaltung mehr wert ist als eine selbst gebaute.

Jedes Projekt beginnt in einem fremden Fachgebiet

Parkleitsysteme, Entsorgungstouren, Wasserrezepte für Fliesenkleber, Kapazitätsplanung in einer Agentur: Kein Projekt kam aus einem Bereich, in dem ich mich vorher ausgekannt hätte. Das ist der Normalfall in der Anwendungsentwicklung, und ich mag ihn. Bevor ich eine Zeile programmiere, will ich den Ablauf verstehen: wer mit den Daten arbeitet, welche Entscheidung daraus folgt und an welcher Stelle heute jemand etwas abtippt oder nachschlägt. Dieses Reindenken geht bei mir schnell, weil ich es seit vielen Jahren mache und sich die Muster dahinter wiederholen. Daten kommen aus einem Fremdsystem, müssen aufbereitet werden, und am Ende soll jemand auf einen Blick sehen, was zu tun ist. Neu ist jedes Mal nur die Fachlogik, und die lerne ich im Projekt. Über Fliesenkleber weiß ich inzwischen mehr, als ich je erwartet hätte.

Erst die Architektur, dann der Code

Ist der Ablauf klar, plane ich, welche Systeme beteiligt sind, wo welche Daten liegen und wer mit wem spricht: CMS, Schnittstellen, Apps und Fremdsysteme wie ein SAP oder ein Parkleitsystem. Beim Planungstool war das die Entscheidung, TYPO3 ausschließlich als Schnittstelle einzusetzen, statt Rechteverwaltung und Pflegeoberfläche neu zu bauen. Bestehende Architekturen prüfe ich darauf, wie sie in drei Jahren dastehen, wenn mehr Daten oder ein weiteres System dazukommen. Das Ergebnis ist ein Konzept, das ein Team umsetzen kann, mit mir oder ohne mich.

Beispiele

Planungstool Für eine Agentur, mit React und TYPO3

Verteilt Aufgaben per Drag-and-drop auf Tage und Personen und zeigt sofort, wer überbucht ist. Das Frontend ist eine React-Anwendung, die Daten verwaltet ein TYPO3, das hier keine einzige Seite rendert und nur als Schnittstelle arbeitet.

Sperrgut bestellen Ein Formular, das mit SAP spricht

Fragt freie Abholtermine live bei SAP ab und übergibt den Auftrag auf demselben Weg zurück. Läuft seit fünf Jahren bei den Stadtwerken einer Großstadt und hat in dieser Zeit viele zehntausend Bestellungen übergeben.

Backend und Dashboard Für ein Bluetooth-Dosiergerät

Neben der App das Backend und das Dashboard: ein mehrsprachiger Produktkatalog mit Excel-Import für Hersteller, eine Schnittstelle für Login und Synchronisation und eine Browser-Ansicht, in der Betriebe ihre Dosiervorgänge pro Baustelle einsehen und exportieren.

Gebaut für den Betrieb

Eine Anwendung ist fertig, wenn sie ohne mich läuft. Deshalb gehören Dinge dazu, die im Konzept selten jemand bestellt: eine Statusseite, die jeden Import mit Zeitpunkt und Ergebnis protokolliert, ein Wartungsmodus, den die Mitarbeitenden selbst schalten, und Fehlermeldungen des Fremdsystems, die als verständlicher Hinweis ankommen. Die Datenmodelle lege ich so an, dass sie auch das nächste große Upgrade überstehen. Und nach dem Start bleibe ich dran, denn aus dem Alltag kommen immer neue Wünsche.