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Für ein Theater im Westen habe ich Theasoft und Eventim an eine TYPO3-Website angebunden. Theasoft liefert den Spielplan, Eventim die Ticketverfügbarkeit – TYPO3 bringt beides zusammen und macht daraus die Inhalte und Funktionen der Website.
Der gesamte Spielbetrieb wird in Theasoft geplant: Spielzeiten, Produktionen, Termine und Besetzungen. Auf der Website soll daraus automatisch der aktuelle Spielplan entstehen, ohne dass die Redaktion dieselben Daten noch einmal pflegen muss. Der Ticketverkauf läuft über Eventim.
Die Aufgabe bestand deshalb vor allem darin, drei Systeme so miteinander zu verbinden, dass jedes seine Aufgabe behält und die Website trotzdem einen konsistenten, aktuellen Stand zeigt.
Bei mehreren Datenquellen muss klar sein, welches System die jeweiligen Daten führt. In diesem Fall ist das Theasoft. Eine eigens entwickelte TYPO3 Extension ruft regelmäßig den vollständigen Spielplan über eine Schnittstelle ab und gleicht die Daten mit dem bestehenden Bestand ab.
Spielzeiten, Personen, Produktionen und Vorstellungen werden in TYPO3 als eigene Datensätze angelegt und miteinander verknüpft. Wird ein Termin aus dem Spielplan entfernt, verschwindet er zusammen mit seinen Verknüpfungen auch von der Website.
Gleichzeitig muss die Website auch bei einem technischen Problem stabil bleiben. Liefert die Schnittstelle beispielsweise vorübergehend einen leeren Spielplan, verwirft TYPO3 die vorhandenen Daten nicht, sondern verwendet sie bis zur nächsten erfolgreichen Aktualisierung weiter.
Neue Produktionen werden zunächst importiert, bleiben aber verborgen, bis die Redaktion sie freigibt. Die aus Theasoft übernommenen Felder sind im TYPO3-Backend schreibgeschützt. Texte, Bilder, Videos und Downloads ergänzt die Redaktion direkt in TYPO3.
So bleibt die Zuständigkeit klar: Die Disposition arbeitet in Theasoft, die Redaktion in TYPO3.
Eine besondere Herausforderung sind die Besetzungen. Im Theater kann eine Vorstellung von der Standardbesetzung einer Produktion abweichen – beispielsweise durch eine Umbesetzung am jeweiligen Abend.
Deshalb wird nicht nur die Besetzung der Produktion importiert, sondern jede Vorstellung vollständig gespeichert. Bei der Ausgabe setzt TYPO3 die tatsächliche Besetzung zusammen: Die Besetzung der einzelnen Vorstellung überschreibt dabei rollenweise die Standardbesetzung der Produktion.
Die fertige Besetzungsliste wird anschließend nach Bereichen wie Leitung, Besetzung und Ensemble gruppiert ausgegeben.
Auch Eventim ist direkt an TYPO3 angebunden. Die Website übernimmt die aktuelle Ticketverfügbarkeit und zeigt Besuchern direkt beim jeweiligen Termin, ob noch Karten erhältlich sind.
Der Ticket-Button führt direkt zur passenden Vorstellung im Eventim-Shop. So bleiben Spielplan und Ticketinformationen auf der Website aktuell, ohne dass die Redaktion diese Daten zusätzlich pflegen muss.
Die importierten Daten bilden die Grundlage für die verschiedenen Bereiche der TYPO3-Website. Dazu gehören der nach Monaten gegliederte Spielplan ebenso wie Detailseiten für Produktionen und Personen.
Auch die Merkliste greift auf diese Daten zurück.
Für die Volltextsuche kommt Solr zum Einsatz. Dabei werden auch die Besetzungen indexiert. Wer beispielsweise nach einem Ensemblemitglied sucht, findet dadurch nicht nur dessen Personenseite, sondern auch Produktionen und Vorstellungen, bei denen die Person beteiligt ist.
Die Daten werden nicht nur auf der Website ausgegeben. Für externe Terminkalender stellt TYPO3 das Programm zusätzlich über eine API bereit.
Auch dabei dienen die aus Theasoft importierten Daten als Grundlage. Sie werden in TYPO3 um redaktionelle Inhalte ergänzt und anschließend für die externen Anwendungen bereitgestellt.
Seit dem Release der Website wird der Spielplan nur noch an einer Stelle gepflegt: in Theasoft.
TYPO3 übernimmt die Daten, ergänzt sie um redaktionelle Inhalte und stellt sie für die verschiedenen Ausgabekanäle bereit – für die Website, die Ticketinformationen von Eventim, externe Terminkalender und die Displays im Theater.
Damit müssen Spielplanänderungen nicht mehr an mehreren Stellen nachgepflegt werden. Die verschiedenen digitalen Ausspielungen greifen auf einen gemeinsamen Datenbestand zurück.