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neuesichtbarkeit.de Prüft, ob KI-Systeme eine Website lesen können

Adresse eingeben, Bericht bekommen: 27 Prüfungen zeigen, ob die Bots von OpenAI, Anthropic und Perplexity eine Website erreichen, lesen und zitieren können. Bewertet wird nach festen Regeln. Ein Sprachmodell schaut sich die Website dabei nicht an.

„Findet uns ChatGPT?“ Diese Frage höre ich in Erstgesprächen inzwischen ständig. Ob eine KI eine Marke tatsächlich nennt, hängt von vielem ab, das sich kaum messen lässt. Ob ein KI-System eine Website überhaupt erreichen, lesen und daraus zitieren kann, lässt sich dagegen ziemlich genau prüfen. Genau dafür habe ich neuesichtbarkeit.de gebaut: Adresse eingeben, Bericht bekommen, kostenlos und ohne Anmeldung.

Voraussetzungen statt Rankings

Andere Tools fragen ChatGPT immer wieder nach bestimmten Marken und zählen die Nennungen. neuesichtbarkeit.de prüft stattdessen die Voraussetzungen: ob die Bots von OpenAI, Anthropic und Perplexity die Website erreichen, ob der Inhalt im ausgelieferten HTML steht oder erst im Browser entsteht, ob Überschriften, Impressum, Autor, Datum und Sitemap in Ordnung sind. Das Ergebnis ist reproduzierbar.

100 Punkte, fünf Bereiche

Die 27 Prüfungen verteilen sich auf Zugang, Lesbarkeit, Verständlichkeit, Zitierbarkeit sowie Aktualität und Konsistenz. Zwei wiegen besonders schwer: Ausgesperrte Bots deckeln das Ergebnis bei 40 Punkten, fehlender Startseiteninhalt im HTML bei 50. Am Ende stehen eine Punktzahl und eine von vier Stufen, von „Gut aufgestellt“ bis „Für KI-Systeme weitgehend unsichtbar“.

Der Bericht

Der Bericht beginnt mit Punktzahl, Stufe und einer kurzen Einordnung, dann folgen die drei Maßnahmen, die im Verhältnis zum Aufwand die meisten Punkte zurückholen. Zu jeder Prüfung steht außerdem, was gefunden wurde, warum das eine Rolle spielt und was sich ändern lässt. Unter einer eigenen Adresse bleibt jeder Bericht 90 Tage abrufbar, lässt sich als PDF weitergeben und auf Wunsch früher löschen. Der Beispielbericht auf der Website ist übrigens der echte Check meiner eigenen Website, inklusive der Stellen, an denen noch etwas fehlt.

Was der Check nicht tut

neuesichtbarkeit.de ist kein Prompt-Tracker und kein Ranking-Tool: keine Wettbewerbervergleiche, keine Bewertung der Textqualität, kein Blick hinter Logins. Ob eine Website Trainings-Crawlern wie GPTBot den Zugang erlaubt, wird angezeigt, zählt aber nicht für die Punktzahl. Das ist Sache des Betreibers.

Rücksicht auf beiden Seiten

Der Check ruft die Startseite und bis zu fünf Unterseiten aus der Sitemap ab, mit einem User-Agent, der auf neuesichtbarkeit.de verweist. Pro Website entsteht höchstens ein Bericht pro Tag. Gespeichert werden nur die Messwerte für den Bericht, nicht das HTML, und die stehen ohnehin öffentlich auf der Website. IP-Adressen gibt es nur als täglich wechselnden Hash, fremde Inhalte lädt die Seite nicht nach.

Ein bisschen Technik dahinter

Das Frontend ist statisch und mit meinem Static Site Generator Freezed gebaut, dahinter läuft eine kleine PHP-Anwendung ohne Framework mit SQLite. Die PDF-Dateien samt QR-Code erzeugt ein eigener kleiner Generator.

Der Check ist für mich vor allem ein Gesprächsanlass. Statt allgemein darüber zu reden, ob eine Website „für KI optimiert“ ist, schauen wir uns an, was konkret fehlt und was sich davon sinnvoll ändern lässt.