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Headless CMS ist eines dieser Themen, bei denen in Meetings alle nicken und die Hälfte hinterher googelt. Dabei ist die Idee einfach.
Ein klassisches CMS wie TYPO3 oder WordPress macht zwei Dinge zugleich: Es verwaltet Inhalte, und es liefert die fertige Website aus. Bei einem Headless CMS fällt der zweite Teil weg. Das CMS stellt Texte, Bilder und Strukturen über eine Schnittstelle bereit, und eine andere Anwendung entscheidet, wie daraus Seiten werden: eine React-Anwendung, eine App, ein Display im Foyer.
Ob Headless für ein Projekt sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viele Ausspielungen dieselben Inhalte brauchen. Eine Website allein rechtfertigt den Aufwand selten: Das Redaktionsteam verliert die Vorschau, und jede Änderung am Layout braucht Entwicklung an zwei Stellen. Kommen App, Displays oder ein zweites Portal hinzu, dreht sich das Bild. Dann zahlt sich aus, dass Inhalte nur einmal gepflegt werden.
TYPO3 muss sich nicht entscheiden. Es kann die Website wie gewohnt ausliefern und dieselben Inhalte zusätzlich per Schnittstelle bereitstellen. So habe ich es bei einer App mit TYPO3-Backend gelöst: Die Redaktion arbeitet in einer Oberfläche, Website und App holen sich, was sie brauchen.